Besuch aus Polen: Teil 1 des Austausches 2025/2026

Besuch aus Polen: Teil 1 des Austausches 2025/2026

Am Dienstag, dem 02.12.2025 war es endlich wieder so weit, der Austausch mit den polnischen Schülerinnen aus unserer Partnerstadt Chorzów konnte beginnen. Fünf Mädchen aus der Jahrgangsstufe 9 des Gymnasiums An der Stenner konnten ihre Partnerinnen nun endlich persönlich kennenlernen.

Während die Lehrer dieses Mal die polnische Delegation vom Flughafen in Dortmund abholten, fanden sich die deutschen Schülerinnen bei Herrn Baltzer in Hemer zu Hause ein. Am Mittag trafen alle zusammen, bei einem großen kalten und warmen Buffet wurde dann zunächst zusammen gegessen. Essen verbindet nun einmal und so dauerte es nicht lange, bis die normalen anfänglichen Sprachschwierigkeiten überwunden waren. Bereits nach einer Stunde waren alle satt und redeten in mehreren Sprachen durcheinander, schnell konnte man feststellen, dass sich die Schülerinnen beider Länder gut verstanden.

So ging es nach dem Kennenlernen in die Gastfamilien, aber zum Abend hin trafen sich alle zu einem Bummel über den Iserlohner Weihnachtsmarkt wieder. So endete der erste Tag mit viel guter Laune und bereits toller Stimmung. Die Weichen für einen erfolgreichen Austausch waren also gestellt.

Am Mittwoch ging es morgens mit dem Zug nach Dortmund. Nachdem wir die Schwierigkeiten mit der deutschen Bahn überwunden hatten, ging es zunächst zur DASA in die große Ausstellung. Hier konnten die Schülerinnen nach Belieben die einzelnen Hallen erforschen und bei den vielen Angeboten, die es dort gibt, auch viel selbst ausprobieren.

Gegen Mittag ging es dann mit der Bahn zurück in die Dortmunder Innenstadt, wo neben den vielen Geschäften natürlich auch der Weihnachtsmarkt erkundet werden musste. Am Nachmittag fuhren wir wieder zurück nach Iserlohn, die Lehrer trafen sich beim Essen in der Iserlohner Innenstadt wieder, die Schülerinnen alle zusammen zum Plätzchen backen.

Am Donnerstag traf sich dann die gesamte Delegation in der Schule. Die Schülerinnen gingen zuerst mit in die Unterrichte, dann gab es eine große Führung durch das Gebäude des Gymnasiums An der Stenner, während die Lehrer bei der Schulleitung zur Begrüßung vorstellig wurden.

Den Nachmittag konnten alle wieder in den Familien verbringen. Am Abend ging es dann zu einer privaten Führung durch die Dechenhöhle. Marie Baltzer, eine ehemalige Schülerin des Stennergymnasiums, führte uns alle in 
englischer Sprache durch das Labyrinth der Höhle. Neben großartigen Tropfsteinen konnten auch Höhlenspinnen und überwinternde Schmetterlinge sowie eine Vielzahl von Zwergfledermäusen beobachtet werden. Selbst die schmalsten Gänge wurde – teilsweise auf dem Bauch rutschend
– erkundet.

Am Freitag startete der Tag in der Eissporthalle am Seilersee. Zusammen mit dem Sportkurs der Q1 von Frau Pfefferkuch ging es zum Schlittschuhlaufen. Ob als Profi oder mit einer Robbe als Hilfsmittel, alle hatten gemeinsam Spaß, so dass der Tag ein schöner Einstieg in das nun nahende Ende des Austausches war. Den Rest des Tages hatten die Schülerinnen dann frei und konnten gemeinsam und in ihren Gastfamilien noch einmal am normalen Alltag bei uns in Deutschland teilnehmen.

So hieß es dann am Samstag, dem 06.12.2025 wieder Abschied nehmen. Dieses Mal wurden die Schülerinnen von den Gasteltern zusammen mit ihren Austauschschülerinnen zum Flughafen nach Dortmund gebracht. Einigen fiel der Abschied schwer, aber umso größer wird dann die Freude sein, wenn wir als Schule im Mai 2026 den Rückbesuch nach Polen antreten werden.

Und was bleibt von diesem Austausch hängen? Die Gruppe war ungewöhnlich klein, was aber dann den Vorteil hatte, dass die Schülerinnen eigentlich jeden Tag in ihrer freien Zeit miteinander etwas unternehmen konnten. So war schnell klar, dass der Austausch ein voller Erfolg werden würde. Denn letztendlich soll so ein Austausch doch bewirken, dass wir uns als Europäer einander näherkommen und das hat dieses Mal außergewöhnlich gut geklappt. Deshalb an dieser Stelle auch noch einmal der Dank von Frau Thiel und Herrn Baltzer an euch, die ihr teilgenommen habt: Ihr habt unsere Schule großartig repräsentiert und hoffentlich selbst ganz viel von diesem Austausch mitgenommen; Erkenntnisse, die in Zeiten wie diesen außergewöhnlich wichtig sind. Wir Lehrer freuen uns schon – wahrscheinlich genau wie ihr auch – auf den Rückbesuch in Chorzów.

Wie immer an dieser Stelle sollt ihr aber auch noch zu Wort kommen und eure eigenen Eindrücke für die jüngeren Jahrgänge schildern.

Marleen: Man hat sich sofort wohlgefühlt, auch wenn das Englisch nicht perfekt war. Jeder hat jedem geholfen und die Gruppe hat direkt miteinander harmoniert. Es war schön zu sehen, wie offen und hilfsbereit alle miteinander umgegangen sind. Durch die frischen Blicke unserer Gäste haben wir unsere eigene Stadt noch einmal ganz neu entdeckt. Es ist ein Austausch der Kulturen, bei dem beide Seiten wachsen. Wir hatten alle zusammen eine tolle Zeit.

Viktoria: Ich fand, der Austausch hat nicht nur für neue Freunde im Ausland, sondern auch hier in der Schule beigetragen. Ich habe mich auch wirklich gut mit Leuten verstanden, die ich schon kannte, allerdings nicht wirklich mit ihnen gesprochen hatte. Die Freizeit ließ sich gut gestalten, da wir uns alle meistens zusammengetroffen haben und so jeder mit jedem interagieren konnte

Sophie: Es war ein kulturell reifendes Ereignis.

Aurelie: Also mir hat der Austausch sehr viel Spaß gemacht. Es war sehr schön, dass wir so viele Ausflüge gemacht haben aber trotzdem so viel Freizeit hatten, dass wir uns alle zusammen immer getroffen haben. Wir haben Plätzchen gebacken, waren zusammen auf dem Weihnachtsmarkt und im Sauerlandpark und waren am letzten Abend auch alle zusammen als Abschluss in einem Restaurant essen. Es war auch gut, dass wir nur so eine kleine Gruppe von zehn Leuten waren und nicht dreißig, weil wir uns so auch alle zusammen treffen konnten. Aber es wäre natürlich schöner, wenn die nächsten Jahre sich mehr Schüler anmelden würden, damit man vielleicht auch mehr Möglichkeiten hätte, mehr Ausflüge zu machen. Insgesamt fand ich auch sehr gut, dass wir für alle Ausflüge mit Kosten für öffentlichen Verkehr einfach gar nichts bezahlen mussten. Die polnischen Schüler sind sehr nett und hilfsbereit und ich freue mich nächstes Jahr nach Polen zu fliegen☺️

Amelie: Ich fand den Austausch richtig cool, vor allem die Ausflüge, die wir unternommen haben. Mein Lieblingsausflug war das Eislaufen am Freitagvormittag. Meine Austauschpartnerin war auch richtig nett und wir haben uns direkt gut verstanden.