Jochgrimm 2026 - Besonders, aber schön

Jochgrimm 2026 - Besonders, aber schön

Am Mittwoch, den 07.01.2026 ging es, wie jedes Jahr zum Schulstart nach den Weihnachtsferien, zu unserer wunderschönen Fahrt mit der gesamten Stufe 8 nach Jochgrimm in Südtirol (Italien) zum Skifahren. Dieses Jahr jedoch gingen wir am ersten Schultag erst noch für fünf Stunden in den Unterricht, bevor es dann am Abend gegen 19.30 Uhr Richtung Alpen gehen sollte. Wie es sich für eine Schulskifahrt gehört, starteten wir dieses Jahr im dichten Schneetreiben, so dass wir bis nach Bayern tatsächlich deutlich langsamer vorankamen als in den letzten Jahren, denn schon auf der Autobahn schaffte der immer stärker werdende Schneefall die ersten weißen Pisten.

So ging es über München nach Österreich, den Brenner hinauf und rein nach Italien. An der Ausfahrt Bozen Nord, wo wir von der Autobahn auf die Passstraße zum Paso Oclini abfahren mussten, streikte dann der Bus: Die Hydraulik war defekt und wir standen mit unserem Doppelstockbus mit Anhänger mitten in der Zufahrt zur Mautstation. Nichts ging mehr vor und zurück, zum Glück kam die Polizei sehr schnell und leitetet den gesamten Verkehr inklusive der großen LKWs um uns herum. Wie wir später erfuhren, wurden wir sogar im italienischen Verkehrsfunk erwähnt, das gab es in den 30 Jahren Schulskifahrt nach Jochgrimm auch noch nicht. Öfter mal was Neues!

Da war guter Rat teuer, aber unsere Treue zum Hotel Schwarzhorn wurde nun belohnt. Innerhalb kürzester Zeit war klar, dass der Bus nicht mehr fahrbereit war und vom Hotel aus wurden schnell zwei Reisebusse organisiert, die aus Bozen kommend uns die letzten 40 Minuten Fahrtstrecke zum Hotel Schwarzhorn bringen würden. Also vorsichtig ausladen und den ersten Bus mit den Koffern vollpacken, nach etwa einer Stunde startete der erste Ersatzbus mit 50 Personen auf die letzte Etappe zu unserem Hotel. Der zweite Bus kam etwa 10 Minuten später, wurde ebenfalls mit vielen helfenden Händen neu beladen und machte sich mit dem Rest der Truppe auf die letzte Etappe.

Ein wenig glücklich waren wir dann schon, als uns unsere beiden Skifahrberge – das Weißhorn und das Schwarzhorn – bei strahlendem Sonnenschein in Empfang nahmen.

Schnell wurden die Busse entladen und die Zimmer bezogen, dann ging es noch vor dem Mittagessen zur Skiausleihe.

Nach dem Mittagessen ging es dann mit den Skiern nach draußen in den Schnee, Materialkunde und erste Gleitübungen auf dem Ski, Aufsteigen am Berg und ähnlichen kleine Übungen standen auf dem Programm, so war alles dafür gerichtet, am nächsten Tag endlich mit dem richtigen Skifahren zu beginnen.

Vor dem Abendessen gab es dann noch eine gemeinsame Rallye durch das Hotel, dabei wurden alle Schülerinnen und Schüler über die geltenden FIS-Regeln informiert und konnten so auch das Hotel erkunden.

Nach einem anstrengenden Tag ging es dann zum gemeinsamen Abendessen, bevor relativ früh die Nachtruhe galt, denn viele hatten während der Nachtfahrt kaum geschlafen und am nächsten Morgen sollten dann alle fit für den ersten richtigen Skitag sein.

So ging es dann am nächsten Morgen nach dem gemeinsamen Frühstück gut gestärkt auf die Piste. Direkt vor dem Hotel konnten über ein Förderband die ersten Anfängerpisten bewältigt werden. Mit „Pommes, Pizza“ als Übung ging es ans Bremsen, dann folgten die ersten Kurven.

Nach dem Mittagessen waren die ersten Anfänger dann bereits so weit vorbereitet, dass sie mit dem Tellerlift auf die einfachste Piste des Schwarzhornes fahren konnten. Neben einem tollen Ausblick ging es dann mit viel Freude hinunter ins Tal.

So endete der erste Skitag für viele sehr erfolgreich. In den nächsten Tagen kamen dann alle in den Genuss, hinauf auf das Schwarzhorn zu fahren, mit viel Spaß ging es die Pisten ins Tal und viele Übungen folgten, um die technischen Fähigkeiten immer weiter zu verbessern. So wurden aus Anfängern, die zum Teil großen Respekt vor den Abfahrten ins Tal hatten, echte Sportskanonen, die sich schnell und mit parallelen Skiern ins Tal „stürzten“.

Neben einer Wanderung zu einer Alpenhütte, wo man bei heißem Kakao rasten konnte und wo gerade Fütterungszeit für die Ziegen war, ging es am Sonntag noch mit einer Freiwilligengruppe auf das 2316 Meter hohe Weißhorn. Nach einem 2-stündigen Aufstieg entlohnte das fantastische Alpenpanorama für die Mühen: Jochgrimm liegt auf dem letzten Alpenzug vor den Dolomiten, so dass man auf der einen Seite den bekannten Rosengarten der Dolomiten sehen konnte, auf der anderen Seite hatte man einen Überblick über die gesamten Nord- und Südalpen bis hin zur Zugspitze in Deutschland.

So konnte jeder die Woche in den Südtiroler Alpen genießen, sei es bei Spieleabenden in der Bar, beim Kickern oder Tischtennisspielen oder auf den Fluren, wo immer etwas los war und eigentlich jeden Abend große Party war.

Aber wie alles Schöne endete auch unsere Fahrt nach Jochgrimm irgendwann. Am Dienstag, den 13.01.2026 mussten dann am Nachmittag die geliehenen Skier und Snowboards wieder zurückgegeben werden und es ging ans Packen. Es folgte noch ein letzter gemeinsamer Abend im Hotel Schwarzhorn, bevor es dann am Mittwoch, den 14.01.2026 nach dem Frühstück wieder nach Hause ging. Dieses Mal bekamen wir zwei einzelne Busse und fuhren über Österreich zurück nach Deutschland und kamen müde, aber glücklich nach einer richtig tollen Zeit abends gegen 22.00 Uhr am Hemberg-Parkplatz in Iserlohn an.

Zum Glück war der nächste Tag unterrichtsfrei, denn alle hatten es nötig, einmal wieder in Ruhe auszuschlafen und die Beine etwas zu entspannen nach 6 anstrengenden, aber großartigen Skitagen in den Südtiroler Alpen.